Unter E-Bike-Chiptuning versteht man technische Lösungen, die die bei vielen Pedelecs vorhandene Unterstützungsgrenze von 25 km/h beeinflussen.
Je nach System erfolgt dies durch die Veränderung von Sensorsignalen oder durch die intelligente Verarbeitung der vom Fahrrad gelieferten Daten.
Dadurch bleibt die Motorunterstützung auch oberhalb der werkseitigen Begrenzung verfügbar.
Moderne E-Bikes erfassen über verschiedene Sensoren Geschwindigkeit, Trittfrequenz und weitere Fahrdaten.
Ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h reduziert oder beendet das System die Motorunterstützung.
Tuninglösungen greifen an dieser Stelle in die Verarbeitung der Daten ein, sodass die Unterstützungsgrenze verändert wird.
Im Laufe der Jahre haben sich verschiedene Ansätze entwickelt, um die Geschwindigkeitsbegrenzung von E-Bikes zu beeinflussen. Die einzelnen Lösungen unterscheiden sich dabei hinsichtlich Einbauaufwand, Bedienung, Funktionsumfang und der Darstellung der Fahrdaten.
Bei diesen Systemen wird das Signal des Geschwindigkeitssensors beeinflusst. Häufig wird dazu Sensor oder Magnet verändert oder getauscht
Der Vorteil liegt im vergleichsweise einfachen Aufbau. Allerdings sind solche Lösungen häufig sichtbar und können je nach Fahrradmodell einen höheren Montageaufwand verursachen.
Viele Tuningmodule greifen direkt in die Verarbeitung des Geschwindigkeitssignals ein. Dadurch bleibt die Motorunterstützung auch oberhalb von 25 km/h verfügbar.
Frühere Systeme arbeiteten häufig mit einer Halbierung der angezeigten Geschwindigkeit. Dadurch wurden neben der Geschwindigkeit auch Kilometerstand, Durchschnittsgeschwindigkeit und weitere Fahrdaten verfälscht dargestellt.
Einige Systeme lassen sich bei Bedarf vom Fahrrad entfernen. Dadurch kann das Tuning bei Nichtgebrauch schnell deaktiviert werden.
Diese Lösungen bieten eine hohe Flexibilität und erfreuen sich insbesondere bei Fahrern großer Beliebtheit, die ihr Tuning nur gelegentlich verwenden möchten.
Aktuelle Tuninglösungen verfolgen deutlich aufwendigere Ansätze. Ziel ist es, die Motorunterstützung oberhalb von 25 km/h bereitzustellen und gleichzeitig die Anzeige wichtiger Fahrdaten zu erhalten.
Dadurch bleiben Geschwindigkeit, Kilometerstand, Durchschnitts- und Maximalgeschwindigkeit sowie weitere Informationen auf dem Display weiterhin nutzbar.
Ein Beispiel hierfür ist die von bikespeed entwickelte RealSpeed-Technologie, bei der die tatsächliche Geschwindigkeit auf dem Display angezeigt wird.
Welche Tuninglösung am besten geeignet ist, hängt von den persönlichen Anforderungen und dem verwendeten Antriebssystem ab.
Während manche Fahrer Wert auf eine möglichst einfache und kostengünstige Lösung legen, stehen für andere eine korrekte Geschwindigkeitsanzeige, eine unauffällige Integration oder ein maximaler Bedienkomfort im Vordergrund.
Moderne E-Bike-Antriebe von Bosch, Yamaha, Brose, Panasonic, TQ, Sachs oder Pinion stellen zudem unterschiedliche technische Anforderungen an die jeweilige Tuninglösung.
Frühere Tuninglösungen arbeiteten häufig mit einer Halbierung der angezeigten Geschwindigkeit.
Dadurch wurden neben der Geschwindigkeit auch weitere Werte wie Kilometerstand, Durchschnittsgeschwindigkeit oder Reichweitenberechnung verfälscht.
Moderne Systeme verfolgen andere Ansätze und ermöglichen die Anzeige der tatsächlichen Fahrdaten.
Mit dem bikespeed-RS wurde eine Lösung entwickelt, die trotz aktiver Unterstützung die tatsächliche Geschwindigkeit auf dem Display anzeigen kann.
Auch Kilometerstand, Durchschnittsgeschwindigkeit, Maximalgeschwindigkeit und weitere Fahrdaten bleiben weiterhin nutzbar.
Welches System für Ihr Fahrrad geeignet ist, hängt von Motor, Display und Softwarestand ab. Unser Produktfinder hilft Ihnen dabei, die passende bikespeed-Lösung für Ihr E-Bike zu finden:
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